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Stand: September 2026 · Lesezeit: 6 Minuten
Der RDA-Wert zeigt, wie stark eine Zahnpasta beim Putzen Zahnbein abträgt. Für den Alltag gelten Werte zwischen 30 und 80 als gute Orientierung. Die internationale Norm ISO 11609 nennt 250 als Obergrenze.
Kurzantwort: Ein niedriger bis mittlerer RDA-Wert von etwa 30 bis 80 reinigt gründlich und schont die Zähne. Empfindliche Zähne profitieren von Werten unter 50.
Das Wichtigste in Kürze
- RDA steht für Radioactive Dentin Abrasion und misst den Abrieb am Zahnbein.
- Referenzwert ist 100, die Norm erlaubt höchstens 250.
- Die Angabe fehlt auf den meisten Tuben, weil keine Pflicht besteht.
- Auch Bürste, Druck und Putzdauer bestimmen den Abrieb.
Was ist der RDA-Wert bei Zahnpasta?
Zahnpasta enthält feine Putzkörper. Sie lösen Beläge und Verfärbungen von den Zähnen. Diese Reinigungskraft hat allerdings einen Preis, denn die Körper tragen auch ein wenig Zahnsubstanz ab. Der RDA-Wert macht diesen Effekt messbar.
Im Labortest wird Zahnbein radioaktiv markiert und mit der Paste gebürstet. Aus der freigesetzten Strahlung berechnet man den Abrieb. Eine festgelegte Referenzpaste erhält den Wert 100. Alle anderen Pasten werden dazu ins Verhältnis gesetzt. Die deutsche Wikipedia beschreibt: Je höher der Wert, desto stärker die Abrasionsfähigkeit.
RDA-Wert Zahnpasta: Die Skala im Überblick
Die Zahlen unten dienen als Orientierung. Genaue Werte legt jeder Hersteller selbst fest. Die Einteilung ist in Fachkreisen üblich, aber keine amtliche Klassifikation.
| RDA-Bereich | Einordnung | Typische Anwendung |
|---|---|---|
| bis 30 | sehr niedrig | Kinder, sehr empfindliche Zähne |
| 30 bis 50 | niedrig | freiliegende Zahnhälse, Zahnfleischrückgang |
| 50 bis 80 | mittel | tägliche Pflege gesunder Zähne |
| 80 bis 150 | hoch | Aufhellung, starke Verfärbungen |
| über 150 | sehr hoch | nur kurzzeitig und nach Rücksprache |
Die Norm ISO 11609 setzt die Obergrenze bei 250. Pasten oberhalb dieser Marke gelten als potenziell schädlich für die Zahnoberfläche. Die englischsprachige Wikipedia-Seite zu Toothpaste nennt dieselbe Grenze.
Idealer RDA-Wert: Welcher passt zu welchen Zähnen?
Ein einziger perfekter Wert existiert nicht. Entscheidend sind Zustand und Bedürfnisse der Zähne. Wer zweimal täglich putzt, trägt den Abrieb über Jahrzehnte weg. Deshalb lohnt sich ein niedriger bis mittlerer Wert.
- Gesunde Zähne: Werte von etwa 50 bis 80 reichen für die tägliche Reinigung.
- Empfindliche Zahnhälse: Werte unter 50 verringern die Reizung am freiliegenden Zahnbein.
- Kinder: Sehr niedrige Werte passen zu den jungen Zähnen.
- Raucher und Kaffeetrinker: Zeitweise darf der Wert höher liegen. Dauerhaft ist das keine gute Idee.
Freiliegendes Zahnbein ist weicher als Zahnschmelz. Nach Angaben der Wikipedia zum Zahnschmelz entsteht Abbau häufig durch Abrasion, wenn zu oft und zu kräftig gebürstet wird. Auch säurehaltige Nahrung greift den Schmelz an.
Wie hoch ist der RDA-Wert bei Whitening- und Kohle-Zahnpasta?
Aufhellende Pasten entfernen Verfärbungen vor allem mechanisch. Sie brauchen daher meist mehr Putzkörper und erreichen höhere Werte. Auch Pasten mit Aktivkohle oder Natron können stark abrasiv sein. Die Spanne ist groß, denn jede Rezeptur unterscheidet sich.
Kurzantwort: Whitening-Pasten liegen häufig bei 80 bis 150 und teils darüber. Für den Dauergebrauch eignen sich niedrigere Werte besser.
Eine Aufhellung ohne Abrieb gibt es kaum. Die englische Wikipedia weist darauf hin, dass Pasten Verfärbungen vorrangig durch Abrieb entfernen. Wer nur gelegentlich aufhellen möchte, wechselt am besten zwischen einer milden Alltagspaste und einer stärkeren Variante.
RDA-Wert herausfinden: So gelingt die Recherche
Auf der Verpackung steht der Wert selten. Es gibt keine gesetzliche Pflicht zur Angabe. Einige Wege führen trotzdem zum Ziel.
- Die Website des Herstellers nach „RDA“ oder „Abrasivität“ durchsuchen.
- Den Kundenservice per Mail nach dem Wert fragen.
- In der Zahnarztpraxis nachfragen. Dort liegen häufig Übersichten vor.
- Auf Begriffe wie „sensitiv“ oder „sanft“ achten. Sie deuten auf niedrige Werte hin, garantieren aber nichts.
Ein Blick auf die Inhaltsstoffe hilft ebenfalls. Silica-Putzkörper sind meist mild und fein. Kalziumkarbonat und Natriumhydrogencarbonat wirken oft kräftiger. Mehr zur Ernährung und zum Säurehaushalt bietet der Beitrag zur Übersäuerung des Körpers.
Abrieb vermeiden: Wichtiger als die Zahl ist die Putztechnik
Der RDA-Wert erzählt nur einen Teil der Geschichte. Auch die Zahnbürste und die Technik entscheiden. Viel Druck schadet mehr als eine Paste mit mittlerem Wert.
- Eine weiche bis mittelharte Bürste verwenden.
- Mit leichtem Druck in kleinen Kreisen putzen.
- Nach sauren Speisen wie Obst oder Limonade etwa 30 Minuten warten.
- Höchstens zweimal täglich für zwei Minuten putzen.
- Eine erbsengroße Menge Paste reicht aus.
Elektrische Bürsten mit Druckkontrolle helfen beim Schonen der Zähne. Wer abnehmen und gleichzeitig die Zähne schützen will, findet weitere Anregungen im Beitrag satt mit wenig Kalorien.
Fluorid, Zahnfleisch und Empfindlichkeit: Was neben dem RDA zählt
Fluorid gilt als wichtigster Inhaltsstoff einer Zahnpasta. Regelmäßiger Gebrauch härtet den Zahnschmelz und senkt das Kariesrisiko. Die deutsche Wikipedia nennt fluoridhaltige Zahncremes einen der wichtigsten Gründe für den Rückgang der Karies bei Kindern und Jugendlichen. Ein niedriger RDA-Wert nützt wenig, wenn der Fluoridschutz fehlt.
Bei empfindlichen Zahnhälsen setzen manche Pasten auf Kaliumverbindungen, Aminfluorid oder Arginin. Sie sollen die feinen Dentinkanäle verschließen. Vor der Anwendung besonderer Pasten empfiehlt sich zahnärztlicher Rat.
Fazit
Der RDA-Wert hilft bei der Wahl der passenden Zahnpasta, ersetzt aber keine gute Putztechnik. Für die meisten Menschen passt ein Wert zwischen 30 und 80. Bei empfindlichen Zähnen darf er niedriger liegen, bei Aufhellung zeitweise höher. Fluorid, eine weiche Bürste und wenig Druck bleiben mindestens genauso wichtig.
FAQ – Häufige Fragen
Was bedeutet RDA bei Zahnpasta?
RDA steht für „Radioactive Dentin Abrasion“. Der Wert beschreibt, wie stark eine Zahnpasta das Zahnbein im Labortest abträgt. Als Vergleich dient eine Referenzpaste mit dem Wert 100.
Welcher RDA-Wert ist ideal?
Für gesunde Zähne reicht meist ein Wert zwischen 30 und 80. Bei freiliegenden Zahnhälsen oder empfindlichen Zähnen liegt ein Wert unter 50 nahe.
Ab wann ist eine Zahnpasta zu abrasiv?
Die Norm ISO 11609 zieht die Grenze bei 250. Weil die tägliche Reinigung Jahrzehnte dauert, wählen viele Zahnärztinnen und Zahnärzte deutlich niedrigere Werte.
Wo steht der RDA-Wert auf der Tube?
Meistens gar nicht. Eine Pflichtangabe gibt es nicht. Manche Hersteller nennen den Wert auf der Website oder beantworten Anfragen. Alternativ hilft die Zahnarztpraxis.
Ist eine Zahnpasta mit hohem RDA schlecht für den Zahnschmelz?
Ein hoher Wert erhöht das Risiko für Abrieb, vor allem bei häufiger Anwendung und kräftigem Druck. Gelegentlich genutzt, richtet eine stärkere Paste weniger Schaden an als tägliche Anwendung.
Welchen RDA-Wert haben Whitening-Zahnpasten?
Aufhellende Pasten liegen häufig zwischen 80 und 150. Manche Produkte gehen darüber hinaus. Die Zahl schwankt stark je nach Hersteller und Rezeptur.
Ist der RDA-Wert bei Kinder-Zahnpasta niedriger?
Meist ja. Kinderpasten arbeiten oft mit Werten um 20 bis 50, weil Milchzähne und junge Zähne weicher sind. Auch hier zählen der Fluoridgehalt und die passende Menge.
Spielt die Zahnbürste eine Rolle für den Abrieb?
Ja, und zwar eine große. Harte Borsten und viel Druck verstärken die Wirkung jeder Paste. Eine weiche Bürste und leichter Druck schonen Zahnschmelz und Zahnfleisch.
Was ist der Unterschied zwischen RDA und REA?
RDA misst den Abrieb am Zahnbein, REA am Zahnschmelz. Der Zahnschmelz ist härter, daher fallen die REA-Werte meist niedriger aus. Im Alltag nennen Hersteller fast immer den RDA.
Wann sollte die Zahnarztpraxis zur Paste beraten?
Bei empfindlichen Zahnhälsen, Zahnfleischrückgang, Verfärbungen oder Zahnspangen lohnt die Beratung. Die Praxis kann eine passende Paste empfehlen und die Putztechnik prüfen.
Dieser Text ersetzt keine ärztliche oder zahnärztliche Beratung. Bei Beschwerden hilft die Zahnarztpraxis.
Quellen

Clara liest lieber drei Quellen zu viel als eine zu wenig und schreibt hier über Ernährung und Nährwerte. Was sie selbst nicht sicher weiß, steht auch so im Text.






