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Kurz gesagt: Das Wichtigste ist der Ausgleich von Flüssigkeit und Elektrolyten – nicht das Stoppen des Durchfalls. Eine Trinklösung aus Wasser, Salz und Zucker wirkt am zuverlässigsten. Feste Nahrung kann gegessen werden, sobald sie vertragen wird; strenges Fasten ist nicht mehr empfohlen.
Durchfall ist meist die Reaktion des Körpers, nicht die Krankheit. Wer ihn sofort stoppt, behindert sie manchmal.
Die wirksamste Maßnahme
Eine orale Rehydratationslösung. Fertigpulver gibt es in der Apotheke; sie sind der zuverlässigste Weg.
Der Grund für die Zuckerbeigabe: Natrium wird im Darm zusammen mit Glukose aufgenommen. Ohne Zucker funktioniert die Aufnahme des Salzes deutlich schlechter – deshalb reicht reines Wasser nicht.
Bei Kindern und älteren Menschen ist die Lösung besonders wichtig, weil sie schneller austrocknen.
Was man essen kann
Zwieback, Weißbrot, Salzstangen – leicht verdauliche Kohlenhydrate.
Geriebener Apfel mit Schale. Das enthaltene Pektin bindet Wasser im Darm.
Zerdrückte Banane – liefert Kalium, das mit dem Durchfall verloren geht.
Gekochte Karotte oder Karottensuppe.
Haferschleim, Reis, klare Brühe.
Meiden sollte man vorerst Fettes, Frittiertes, sehr Süßes, Milchprodukte und Kaffee.
Was nicht empfohlen wird
Cola und Salzstangen gelten als Klassiker, sind aber ungeeignet: Cola enthält zu viel Zucker und zu wenig Salz, das Verhältnis stimmt nicht. Der starke Zuckergehalt kann den Durchfall verstärken.
Strenges Fasten. Die Darmschleimhaut regeneriert besser, wenn sie Nahrung bekommt.
Loperamid bei blutigem Durchfall oder Fieber. Der Wirkstoff bremst die Darmbewegung – bei bakteriellen Infektionen kann das schaden. Er ist eine Notlösung für Situationen ohne Toilette, kein Heilmittel.
Wann ärztliche Hilfe nötig ist
Bei Blut im Stuhl, hohem Fieber, starken Bauchschmerzen, Durchfall länger als drei Tage, Zeichen der Austrocknung wie trockene Schleimhäute, wenig Urin und Benommenheit.
Sofort ärztlich vorstellen sollte man Säuglinge, Kleinkinder, sehr alte und immungeschwächte Menschen sowie nach Fernreisen.
Hygiene
Viele Erreger sind hoch ansteckend. Gründliches Händewaschen mit Seife, eigene Handtücher und Reinigung von Kontaktflächen begrenzen die Ausbreitung im Haushalt.
Häufige Fragen
Wie viel soll man trinken?
Nach jedem Stuhlgang zusätzlich ein Glas; über den Tag deutlich mehr als sonst.
Helfen Probiotika?
Für einzelne Stämme gibt es Hinweise auf eine leichte Verkürzung der Dauer. Die Datenlage ist uneinheitlich.
Wie lange dauert Durchfall?
Bei einer üblichen Infektion zwei bis drei Tage.
Darf man Kaffee trinken?
Besser nicht – er regt die Darmbewegung zusätzlich an.
Dieser Text ersetzt keine ärztliche Beratung.
Quellen
Das passt dazu
Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:
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